Stadtmuseum Trier – crossmediale Erfahrbarkeitsoptimierung für Blinde und Sehbehinderte

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Was passiert, wenn einer unserer wichtigsten Sinne – der Sehsinn – ausfällt? Inwiefern können crossmediale Konzepte die Welt für Blinde intensiver erfahrbarer machen?

Im Laufe des Kurses werden die Möglichkeiten der verschiedenen Medien studiert und anschliessend Ideen [insbesondere für Hör- und Tastsinn] entwickelt, welche am Beispiel des Stadtmuseums Trier zum Einsatz kommen sollen.

 

Museen bieten überwiegend keine Erfahrungsmöglichkeiten für Blinde und Sehbehinderte Menschen. Den sich durch Tastsinn erkundenden Menschen bleiben die Bilder und Exponate verwehrt. Es besteht das sogenannte >>Unter-Glas-Problem<<.

Über 3D Scan und 3D Modelling können Exponate digitalisiert/geklont werden. Durch anschliessenden 3D Druck besteht die Möglichkeit abtastbare Kopien der Objekte zu produzieren. Hierbei können sowohl zu kleine Strukturen tastbar gemacht werden als auch zu große Strukturen und Texturen in den Handtastbereich gebracht werden.

2D Motive wie Pläne, Bilder und Fotos werden durch erhabene Reliefs von Konturlinien erfahrbar gemacht.

Audiodescriptionen vermitteln nicht erkennbare Inhalte und unterstützen den Tastsinn.

NFC [near field communication] Technologien wie RFID Chips oder iBeacons machen Informationen über die Exponate mit dem eigenen Smartphone abrufbar.

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Ziel des Kurses ist ein kollektiv erstelltes Konzept für ein Blinden-Führungs-Kit des Stadtmuseums. Gegebenenfalls können einzelne Teile bereits umgesetzt werden.

Das Projekt wurde iniziiert von der Fachrichtung Intermedia Design. Die Umsetzung geschieht in Kooperation mit den Fachbereichen Technik / Kunstgeschichte und der Fachrichtung Modedesign.

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