Literarische Schreibtechniken

Gestalter denken und handeln nicht nur in Bildern oder in materiellen Formen. Sie entdecken auch die kreativen Potentiale der Sprache. Die Auseinandersetzung mit Stilelementen, Inhaltskonzepten und Wirkungsweisen von Texten mündet in Produktionen, die Sprache nicht nur als Informationsträger nutzen, sondern die Bedeutungshaftigkeit des Wortmaterials, der Satzrhythmen, des Klangs und der evozierten Imaginationen herausstellen.

In einer zweiten Phase experimentieren die Studierenden mit den Möglichkeiten der öffentlichen Kontextualisierung von literarischer Sprache. Texte werden mit Blick auf ausgewählte Orte geschrieben und dort als Plakate exponiert. Das literarische Plakat deutet auf etwas Anwesendes und verweist gleichzeitig auf eine Dimension jenseits des Ortes. Die Texte üben eine kommentierende, verwirrende, poetische, unterhaltsame, kritische, nachdenkliche Funktion innerhalb der Umgebung aus. Diese interventionistischen Aktionen werden fotografisch dokumentiert.

Anett Moeller Bitte geh weiter

Christian Kirchner Wo die Wagen aufeinandertreffen

Frederic Kokott Die Bank

Marcel Kräuter Sinnkrise eines Backsteins

Nils Lehmler Kellerkinder

Siegfried Schwarz Steine

Sinja Michels Dialog

Stephan Wirth Der Besuch

Stephanie Curth Der eine Halm

Stephanie Nosbüsch Winterabends

Wolfgang Reichardt Traumstoff