Im Netz des Systems Erde

18.12.2013

Interaktive, mediale Rauminstallation in der Sonderausstellung „PLANET 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“, Senckenberg Naturmuseum
20. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014

Frankfurt, den 12.12.2013.
Eine interaktive, mediale Rauminstallation bereichert ab sofort die aktuelle Sonderausstellung „PLANET 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“, die noch bis zum 12. Januar 2014 in der Wolfgang-Steubing-Halle des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt zu sehen ist. Fünf Studenten der Hochschule Trier haben das Projekt entwickelt. Es transportiert auf effektvolle Weise eine der wichtigsten Botschaften der Ausstellung: Wie das menschliche Verhalten unsere Umwelt und unser Klima verändert, können wir kaum vorhersehen und kontrollieren.

Schon beim Betreten des ersten Stockwerks entdeckt man ein Netz aus Seilen. Das komplex anmutende Gebilde symbolisiert die Verbindung der sieben Sphären der Erde, zu denen auch die „Anthroposphäre“ gehört, also die vom Menschen geschaffene Umwelt.

„Allgemein bekannt sind meist nur die Atmosphäre und vielleicht die Biosphäre“, sagt die Studentin Sarah Kirsch und ergänzt: „Von den Wissenschaftlern werden jedoch auch Gestein (Lithosphäre), der Boden (Pedosphäre), das Wasser (Hydrosphäre) und die vereisten Regionen (Kryosphäre) unterschieden.“ Sarah Kirsch studiert Intermedia Design in Trier und war zusammen mit Marcel Kohnz maßgeblich an der Umsetzung der interaktiven Installation beteiligt.

Neben dem großen Netz besteht die mediale Installation aus farbigen Kugeln, die jeweils eine Sphäre repräsentieren und an Knotenpunkten des Netzes hängen. Die Besucher als Teil der der Anthroposphäre können Einfluss auf dieses System nehmen, indem sie diese Kugeln in Bewegung versetzten. Die Schwingung überträgt sich durch das Netz auf alle anderen Kugeln. In ihrem Inneren sind kleine Computer mit Sensoren verborgen, die die Veränderung der eigenen Position messen und eine Projektion steuern.

Die Projektion ist neben der Vernetzung ein weiteres Sinnbild für ein nichtlineares, dynamisches System, wie es die Erde ist. Vergleichbar mit Wassertropfen, die auf eine glatte Wasserfläche fallen, breiten sich aus den Kugeln farbige Wellen aus, die sich auch überkreuzen und gegenseitig beeinflussen. Die Installation soll dadurch erlebbar machen, dass die gezielte Einflussnahme auf eine Sphäre kontrollierbar ist, nicht jedoch das Zusammenwirken aller Sphären miteinander.

Ausgearbeitet hat das Projekt ein interdisziplinäres Team von Studierenden der Hochschule Trier: Marcel Kohnz und Sarah Kirsch (Intermedia Design), André Stock (Innenarchitektur), Torsten Scholer und Julian Steffen (Informatik).
Wissenschaftlich begleitet wurde die Entwicklung des interaktiven Exponats durch Prof. Dr. Andreas Mulch und Dr. Bernd Herkner von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main. Initiiert wurde es gemeinsam von Frau Dr. Julia Krohmer vom Biodiversität und Klimaforschungszentrum (BiK-F) und von Prof. Daniel Gilgen von der Hochschule Trier im Studiengang Intermedia Design, der das Entwurfsprojekt betreute. Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter: www.intermediadesign.de

Es wird nur der Eintritt für die Ausstellung erhoben.

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können – dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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