Für einen guten Start ins Mediendesignstudium – Fragen zur Bewerbung

Im Rahmen der Studienberatungen oder auch per E-Mail werden viele Fragen an uns gerichtet, die sich auf die Bewerbung zu einem Mediendesignstudium beziehen. Einige finden Sie hier beantwortet.

Zögern Sie nicht, weitere Fragen an das Sekretariat zu richten oder sie in der Studienberatung zu stellen!

Warum ist ein Studium mit Bewerbungsverfahren für mich von Vorteil?

In gestalterisch-künsterlischen Fächern ist eine Bewerbung, klassisch mit einer ‚Mappe‘, üblich. Dem gegenüber steht die Mehrzahl der Studiengänge, in die man sich ohne Hürde einfach einschreiben kann. In solch offenen Studiengängen sind dann Abbrecherquoten von 50-60% nicht unüblich. Als Studierende/r erst nach ein paar Semestern fest zu stellen, dass man sich falsch orientiert hat, ist zwar lehrreich, aber meist weniger angenehm.

Im Vergleich dazu halten wir eine Auswahl durch ein Bewerbungsverfahren für eine verantwortungsvollere Art, mit Studieninteressierten um zu gehen. Ihnen bereits vor Studienbeginn ein Feedback zu geben, ob das Studium das richtige für sie ist, bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: Es ermöglicht den Aufgenommenen das Studieren in kleineren Gruppen und eine enge Betreuung durch die Dozenten, die für die Ausbildung von Kreativpersönlichkeiten unbedingt erforderlich ist. Daher sind die Abbrecherquoten am Fachbereich Gestaltung unter 5%. Sollten sie in einer Bewerberrunde nicht zu den Aufgenommenen zählen, so haben sie doch zumindest konkrete Anhaltspunkte gewonnen, wie sie bei der nächsten Gelegenheit erfolgreich sein können.

Wie läuft das persönliche Bewerbungsgespräch ab?

Bewerberinnen und Bewerber erhalten eine Einladung zum Bewerbungsgespräch, das in den Räumen des Fachbereichs Gestaltung an der Hochschule Trier stattfindet.

Zur Vorbereitung werden Sie von uns ein Thema erhalten, welches Sie in einem Zeitraum von ca. 2 Wochen bearbeiten. Im Rahmen des Gesprächs werden Sie dann Gelegenheit haben, Ihr Ergebnis vorzustellen und näher zu erläutern.

Das Bewerbungsgespräch ist also nicht nur eine „Prüfung“, es bietet vor allem auch eine Gelegenheit zum persönlicheren Kennenlernen, wo auch Sie Fragen an uns richten können. Ihre Hausarbeit ist dabei ein guter Ausgangspunkt für dieses Gespräch, welches in kleinen Gruppen durchgeführt wird.

Im Rahmen dieses Gesprächs wollen wir gerne etwas über diese oder ähnliche Fragen an ausgewählten Beispielen in Erfahrung bringen:

  • welche ästhetischen Vorlieben Sie haben und wie Sie ästhetische Erscheinungsformen in unserer audio-visuellen und medialen Kultur beurteilen
  • welche inneren Zusammenhänge zwischen formaler Gestaltung, inhaltlicher Ausarbeitung und medialer Umsetzung Sie z.B. im Film, im Musikvideo, in Websites, in Computerspielen etc. Sie erkennen können
  • in welchen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen Bereichen, in welchen unterschiedlichen Fachgebieten nach Ihrer Auffassung heute und vielleicht auch in Zukunft die Medien eine Rolle spielen
  • welche Erwartungen Sie mit Ihrer Studienwahl verbinden und welche Ziele Sie sich selbst dabei setzen
  • welches Ihre besonderen Interessen sind und wo Sie Ihre persönlichen Entwicklungspotenziale sehen

Im Anschluss an das Gespräch werden Sie umgehend informiert, ob Sie zum Studium zugelassen werden.

Muss ich ein Vorpraktikum nachweisen?

Sie müssen einige Wochen praktischer Erfahrungen nachweisen. In der Regel geschieht das über abgeleistete Praktika.

Bewerber/innen mit allgemeiner Hochschulreife müssen bis zum Ende des dritten Studiensemesters ein Praktikum von insgesamt 8 Wochen ableisten. Bis zum Beginn des Studiums sollte mindestens die Hälfte erbracht sein, also 4 Wochen.

Praktika in folgenden Betrieben und Einrichtungen der Mediengestaltung, -technik und -produktion sowie der Kommunikationsgestaltung werden anerkannt:

  • Design- und Werbeagenturen
  • Fotoateliers und Filmstudios
  • Fernsehstudio und -produktionsgesellschaften
  • Internet-Dienstleister
  • Unternehmen der Games-Branche
  • Büros für 2D/3D-Visualisierung und Animation

Darüber hinaus werden auch Tätigkeiten in allen Unternehmen und Institutionen anerkannt, in denen Medien organisiert, gestaltet und umgesetzt werden – z.B. in Presse- oder Werbeabteilungen.

Bewerber/innen mit Fachhochschulreife, die über eine praktische Vorbildung verfügen, die nicht der gewählten Studienrichtung entspricht, sollen wie Bewerber/innen mit allgemeiner Hochschulreife ebenfalls eine einschlägige praktische Vorbildung erbringen. Inwieweit Praktikumszeiten oder eine Berufsausbildung als einschlägig auf die erforderliche Dauer des Vorpraktikums angerechnet werden können, entscheidet die Fachrichtungsleitung. Fragen Sie uns!

Für Bewerber/innen mit einem Fachabitur kann der Bildungsgang in einer Fachoberschule oder einem beruflichen Gymnasium als Vorpraktikum anerkannt werden, wenn dort soziale, kulturelle oder bildungsbezogene Aufgaben-/Themenfelder eine Rolle spielten, in denen Kommunikationsprozesse unter Einsatz von Medien organisiert, gestaltet oder umgesetzt wurden. BewerberInnen, die hierzu weitere Fragen haben, setzen sich am besten mit uns in Kontakt.

Details finden Sie in der Regelung für das Vorpraktikum der Bachelor Studiengänge Intermedia Design (PDF, 55KB).

Ist Intermedia Design das richtige Studium für mich?

Diese Frage ist nur im persönlichen Gespräch in der Studienberatung oder dem Bewerbungsverfahren wirklich zu beantworten. Allgemein lässt sich jedoch sagen:

Intermedia Design richtet sich an Menschen, die sich zu eigenständigen Gestaltern entwickeln möchten und mit Fantasie auch über die gewohnten Design-Horizonte hinausblicken wollen.

Unser Ziel ist es, Sie zu Kreativpersönlichkeiten auszubilden, die sich in neuen intermedial ausgerichteten Berufsfeldern flexibel einfinden können, um mit Ideen und Verantwortung Medienprodukte zu gestalten. Von Ihnen erwarten wir Offenheit für das Ungewohnte und Ungewöhnliche, Engagement statt Konsumhaltung sowie die Fähigkeit, Interessen herauszubilden, zu artikulieren und im Team fruchtbar einbringen zu können. Eigensinn ist für uns kein Widerspruch zu Kooperationskompetenz.