Für einen guten Start ins Mediendesignstudium – Fragen zur Bewerbung

Im Rahmen der Mappenberatungen oder auch per E-Mail werden viele Fragen an uns gerichtet, die sich auf die Bewerbung zu einem Mediendesignstudium beziehen. Einige finden Sie hier beantwortet.

Zögern Sie nicht, weitere Fragen an das Sekretariat zu richten oder sie in der Mappenberatung zu stellen. Wir freuen uns darauf.

Was soll in die Bewerbungsmappe?

Für die Bewerbungsmappe kommen in Betracht:

  • Zeichnerische, grafische und fotografische Arbeiten, audiovisuelle, interaktive und/oder bewegte Bilder (Animation, Video, interaktive Medien),
  • plastische Objekte und/oder raumbildende Modelle in geeigneter medialer Dokumentation,
  • gestalterisch-kreative Bearbeitung von fachübergreifenden, thematischen Szenarien (z.B. Innenarchitektur und Szenografie, Mode und Kommunikation, Architektur und Medien, etc) in geeigneter Visualisierung
  • freie Experimente mit Bezug zur Studienwahl.

Bewerben Sie sich mit einer Mappe mit ihren Zeichnungen oder Gemälden, mit Grafiken oder Fotografien, mit Film- oder Audioarbeiten, mit Computergrafiken oder Computeranimationen, mit interaktiven Multimedia- oder Internetarbeiten, mit originellen Spielideen. Vielleicht spielen Sie auch ein Instrument oder haben mit dem Schultheater Bühnenerfahrung gesammelt? Sie können mit Vielfalt überzeugen, sich aber auch auf nur ein Darstellungsmedium konzentrieren.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch in schriftlicher Form etwas sagen wollen, und sind gespannt auf Ihre Texte, z.B. Geschichten, Gedichte, Zukunftsvisionen, Film-Treatments, Drehbücher. Sie befassen sich kritisch mit den Risiken aber auch den Chancen des Internets als Leitmedium unserer Zeit oder Sie schreiben ein Konzept für ein Projekt, das Sie im Laufe Ihres Studiums realisieren möchten, für das Ihnen aber noch die praktischen oder theoretischen Kompetenzen fehlen.

Nicht die perfekte Zeichnung oder der fehlerfreie Text interessiert uns, sondern Ihre Ausdrucksstärke, Originalität und vor allem Ihre Motivation und Aufgeschlossenheit für Neues! Für Ihre Professionalität sorgt ein interdisziplinäres Lehrteam, das Sie partnerschaftlich in eine vielseitige berufliche Zukunft begleitet.

Was ist mit einem Mappenkonzept gemeint?

Im Mappenkonzept erläutern Sie die Gründe für die Auswahl Ihrer Arbeiten. Hier ist es Ihnen auch möglich, Hinweise zur Darstellungsabsicht Ihrer Mappe zu geben. Sie können sich auch darüber äußern, unter welchen Gesichtspunkten Ihre Arbeitsproben angemessen beurteilt werden sollten. Abschließend sollten Sie in prägnanter Form die für Sie wichtigsten Beweggründe für Ihren Studienwunsch formulieren.

Nicht gemeint ist, dass Ihre Mappe einem durchgängigen Konzept folgen muss. Wenn Ihnen ein enges Konzept die Möglichkeit nehmen würde, wichtige Fertigkeiten zu belegen, sollten Sie in jedem Fall davon absehen.

Wie laufen die Klausurprüfung und das persönliche Gespräch ab?

Nach bestandener Mappenprüfung erfolgt eine Einladung zur Klausurprüfung, die in den Räumen des Fachbereichs Gestaltung an der Fachhochschule Trier stattfindet.

Zur Vorbereitung dieser Klausurprüfung werden Sie von uns ein Thema erhalten, welches Sie in einem Zeitraum von ca 2 Wochen als Hausarbeit bearbeiten. Dieses Thema wird sich individuell auf Ihre Mappe und Ihr Mappenkonzept beziehen. Im Rahmen der Klausurprüfung und des damit verbundenen Gesprächs werden Sie dann Gelegenheit haben, Ihr Ergebnis vorzustellen und ggf. unter zusätzlichen Aspekten weiterzubearbeiten.

Diese Klausur ist also nicht nur eine Prüfung, sie bietet vor allem auch eine Gelegenheit zum persönlicheren Kennenlernen, wo auch Sie Fragen an uns richten können. Ihre Hausarbeit ist dabei ein guter Ausgangspunkt für dieses Gespräch, welches in kleinen Gruppen durchgeführt wird. In der Klausurprüfung werden Aufgabenstellungen bearbeitet, in welche Sie sich in vielfältiger Weise einbringen und auf unterschiedlichen Wegen Ihre künstlerisch-praktischen, gestalterisch-kreativen aber auch konzeptionellen Begabungen und Interessen darstellen können. Mit der Einladung zu dieser Klausur erhalten Sie weitere Hinweise, wie Sie sich darauf vorbereiten können.

Im Rahmen dieser Klausur wie auch in unserem Gespräch wollen wir gerne etwas über diese oder ähnliche Fragen an ausgewählten Beispielen in Erfahrung bringen:

  • welche ästhetischen Vorlieben Sie haben und wie Sie ästhetische Erscheinungsformen in unserer audio-visuellen und medialen Kultur beurteilen
  • welche inneren Zusammenhänge zwischen formaler Gestaltung, inhaltlicher Ausarbeitung und medialer Umsetzung Sie z.B. im Film, im Musikvideo, in Websites, in Computerspielen etc. Sie erkennen können
  • in welchen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen Bereichen, in welchen unterschiedlichen Fachgebieten nach Ihrer Auffassung heute und vielleicht auch in Zukunft die Medien eine Rolle spielen
  • welche Erwartungen Sie mit Ihrer Studienwahl verbinden und welche Ziele Sie sich selbst dabei setzen
  • welches Ihre besonderen Interessen sind und wo Sie Ihre persönlichen Entwicklungspotenziale sehen

Im Anschluss an diese Klausurprüfung werden Sie umgehend informiert, ob Sie zum Studium des Intermedialen Designs an der Fachhochschule Trier zugelassen werden.

Muss ich ein Vorpraktikum nachweisen?

Sie müssen einige Wochen praktischer Erfahrungen nachweisen. In der Regel geschieht das über abgeleistete Praktika.

Bewerber/innen mit allgemeiner Hochschulreife müssen bis zum Beginn des vierten Studiensemesters ein Praktikum von insgesamt 8 Wochen ableisten. Bis zum Beginn des Studiums sollte mindestens die Hälfte erbracht sein, also 4 Wochen.

Bewerber/innen mit Fachhochschulreife, die über eine praktische Vorbildung verfügen, die nicht der gewählten Studienrichtung entspricht, sollen wie Bewerber/innen mit allgemeiner Hochschulreife ebenfalls eine einschlägige praktische Vorbildung erbringen. Inwieweit Praktikumszeiten oder eine Berufsausbildung als einschlägig auf die erforderliche Dauer des Vorpraktikums angerechnet werden können, entscheidet die Fachrichtungsleitung. Fragen Sie uns!

Für Bewerber/innen mit einem Fachabitur kann der Bildungsgang in einer Fachoberschule oder einem beruflichen Gymnasium als Vorpraktikum anerkannt werden, wenn dort soziale, kulturelle oder bildungsbezogene Aufgaben-/Themenfelder eine Rolle spielten, in denen Kommunikationsprozesse unter Einsatz von Medien organisiert, gestaltet oder umgesetzt wurden. BewerberInnen, die hierzu weitere Fragen haben, setzen sich am besten mit uns in Kontakt.

Praktikumsordnung (PDF)

Welche Art von Vorpraktikumsleistung wird verlangt?

Für viele Bewerber/innen wird das Vorpraktikum als Hürde empfunden. Es gibt aber viele Möglichkeiten, diese Hürde zu nehmen.

Die Arbeitsgebiete während des Vorpraktikums können sich sowohl im konzeptionell / gestalterischen wie auch im handwerklich / technischen Umfeld befinden:

  • konzeptionell / gestalterisch:
    zum Beispiel Presse- oder Werbeabteilung, Werbeagentur, Verlag, Design-Studio, Film- und Fernsehstudio oder vergleichbarem Bereich.
  • handwerklich / technisch: zum Beispiel DTP_Studio, Schriftsetzerei, Lithografieanstalt, Druckerei, Buchbinderei, Foto-/ Film-studio, Foto-/ Filmbetrieb, Display-Hersteller, Schaufensterdekorationsabteilung, Messebau oder vergleichbarem Bereich

Außerdem gelten auch relevante Tätigkeiten in Wirtschaftsbetrieben oder in Institutionen mit sozialen, kulturellen oder bildungsbezogenen Aufgabenfeldern, in welchen Kommunikationsprozesse unter Einsatz von Medien organisiert, gestaltet oder umgesetzt werden sowie schulische Einrichtungen, deren Bildungsgänge als Praktika geeignet sind.