VITO – Stop-Motion-Kurzfilm


Der Animationsfilm „Vito“ behandelt auf sehr ruhige und einfühlsame Weise das ernste Thema des Autismus. Erzählt wird der Alltag des kleinen Vito und seiner Mutter, der von Wiederholungen bestimmt ist und in dem Gefühle nur schwer oder gar nicht kommuniziert werden können. Angélique Bormuth hat in ihrem ersten Animationsfilm eine enorm dichte Atmosphäre erzeugt, die einerseits die Bedrückung der Situation wiederspiegelt, andererseits aber auch die Momente des Liebevollen und Einfühlsamen zum Ausdruck bringt. Der Film trumpft nicht mit Effekten auf, sondern operiert mit feinen Anspielungen, die erst bei wiederholtem Betrachten ihre Bedeutung gewinnen.

Der Film stellt eine besondere Leistung dar, weil die Macherin in dieser Abschlussarbeit sich erstmals mit dem Medium Animationsfilm praktisch beschäftigt hat. Alle Gewerke vom Puppen- und Environment-Design über Drehbuch, Kameraführung und Lichtinszenierung bis zur Handhabung einer professionellen Animations-Software hat Angélique Bormuth allein ausgeführt.